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gmw14

04. Sep 2014

#GMW14 - Tagung Nachlese

Auf dem Weg zum Campus von Morgen
Keynote von Sabina Brandt und Gudrun Bachmann an der GMW14 an der PH Zürich

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Digital education and University space education
Keynote von Siân Bayne (School of Education, The University of Edinburgh) an der GMW14 an der PH Zürich

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Learner-Centred Ecologies of Resources
Keynote von Rose Luckin (London Knowledge Lab) zum Thema «Learner-Centred Ecologies of Resources: tools for Rethinking Educational Contexts» an der GMW14 an der PH Zürich.


Tagungsangebote
Teilnahme an verschiedenen Workshops und Gespräche mit Teilnehmenden haben inspirierende Eindrücke hinterlassen.
Neben Gedanken zur Gestaltung von Lernräumen, wirken für mich Aussagen und Erfahrungen zu «Produktion von» und «Lernen mit» Videos nach.

Lernräume
Nachdenken über Lernräume holt mich mit dieser Tagung erneut ein, denn vor über zehn Jahren
haben wir uns intensiv mit Fragen von flexiblen Lernräumen vor Ort und verteiltem Lernen im Netz
beschäftigt. Dabei waren stets didaktische Überlegungen für effektives und nachhaltiges Lernen an die Verknüpfung der beiden Universen gebunden. Was leisten virtuelle Lernräume mehr oder anders als Klassenzimmer im Präsenzunterricht? Wo brauchen die realen Klassenzimmer Anpassungen, damit Bewegung ins Lernen kommt? Wir haben dann ein Konzept zum flexiblen Lernen geschrieben.

Im Zug der Einführung des selbstgesteuerten Lernens und der Auslagerung von Präsenzlernen
in Gruppen sind dann Ideen und Konzepte zu Lern-Lebensräumen mit Lernnischen, verteilt über das gesamte Schulgebäude, entstanden. Nicht nur Lernen entlang von Curriculum und Kursbesuch, sondern Lernen nach Bedarf wurde immer mehr zum Thema. Lernraumkonzepte in Verbindung mit Beratung, Lernbegleitung und Infrastrukturen, auch elektronischen, ergeben sich dann wie von selbst.
Dabei ist immer die erste Frage nach der Didaktik und die zweite nach der Technik. Das ist bis heute so geblieben. Auch diese Tagung hat das mehrfach bestätigt.
Schön ist heute, dass uns die Technologie vieles erleichtert. Wir lernen heute digital auch beim Herumgehen und draussen, wie drinnen, genauso wie wenn wir am Tisch sitzen würden, mit aufgeklapptem Computer. In diesem Zusammenhang stehen die «fluid» Räume. Das sind die fliessenden Übergänge zwischen Räumen. Wir wechseln zwischen Lernplattformen, Social Media Umgebungen, Online-Konferenz und realen Räumen. Lernen und Leben geschieht gleichberechtigt nebeneinander und vermischt sich. Als schönes Beispiel erinnere ich mich gerne an das Bild des jungen Vaters im Schlafzimmer mit eingeschlafenem Baby auf dem Bauch und Notebook auf der andern Seite zum Lernen. Früher hätte er ein Buch bei sich gehabt, heute kann er auch Online-Kommunikation über Internet nutzen.

Videoproduktion
Video und Lernen haben eine gewisse Tradition. Aus der Mediendidaktik bilden sich Grundregeln heraus, die mitbestimmen, ob sich Lernende auf ein Video einlassen oder nicht, bzw. vermitteln die Bilder Botschaften, die sich mit Lernen verbinden. Den Zuschauenden Orientierung bieten, sie einbeziehen, einfache klare Botschaften vermitteln, eine wiedererkennbare Choreografie
aufbauen, so kurz wie möglich, so lang wie nötig. Neu an dieser Tagung war wieder die Erinnerung an Kontexte: Je nachdem in welcher Umgebung wir einen Lerngegenstand wahrnehmen, wirkt er anders auf uns, zeigen wir eine andere Bereitschaft, uns darauf einzulassen. Diese Erkenntnisse sich zunutze zu machen, ist wiederum eine didaktische Aufgabe, besonders für Videoproduktionen im Lernkontext.

Video in Lernumgebungen
MOOC's und deren Gestaltung mit Einbinden von Video, Quizzes und Aufgaben habe ich als den anderen Schwerpunkt dieser Tagung erlebt.
Jetzt beim Nachdenken über die Inputs zur Produktion und Qualität von Videos für Lernumgebungen holen mich meine eigenen Worte wieder ein. Gleichzeitig verlasse ich diese Veranstaltung gestärkt und mit neuem Mut, Kleinformate, Unperfektionen in der Aufnahmetechnik zuzulassen und auf meinem begonnenen Weg weiter zu gehen:
Am Ende geht es bei der Didaktik immer wieder darum, Lernen zu ermöglichen mit weit gefassten Lernräumen. Gelegenheit geben, vorhandenes Wissen abzuholen, neue Erfahrungen zu machen und Erkenntnisse zu erarbeiten.

Was kann gelingen?
Video Szenarien direkt abgefilmt mit Interaktionen zwischen Menschen; indirekte Szenen mit vorgezeigtem Denkhandeln und Entwickeln von Tafelbildern mit dem Kommentar des Dozenten; und zu guter Letzt arbeite ich daran, mit Dokumentationen nach klarem Regiekonzept,  Lernende zu erreichen. Sie müssen mitgemeint und angesprochen sein.

Präsentation mit Links zu Beispielen
Elke Lackner: Didaktisierung von Videos zum Einsatz in (x)MOOCs
by Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer , Working at Universität Graz


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